Nationale Präsentation des UNESCO-Weltbildungsberichts

Langfristige Investitionen gegen Bildungsungleichheiten

Gruppenbild mit Michael Brand
Michael Brand (3. von links) bei der nationalen Vorstellung des UNESCO-Weltbildungsberichts 2026 in Berlin © Amrei Schulz/BMBFSFJ/photothek.de

Am 22. September wurde in Berlin die deutschsprachige Kurzfassung des Weltbildungsberichts 2026 "Zugang und Chancengerechtigkeit" vorgestellt. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Auswärtigen Amts, des Bundesbildungsministeriums, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Deutschen Kommission der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Engl.: United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization - UNESCO) diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der drei Ministerien und der Bildungsministerkonferenz sowie Bildungsfachleute über die Ergebnisse des Berichts. Für das Bundesbildungsministerium nahm Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär, an der Veranstaltung teil.

Im Weltbildungsbericht wurde das Startchancen-Programm für benachteiligte Schülerinnen und Schüler positiv hervorgehoben.

Michael Brand: "Das Startchancen-Programm baut als zentrale Initiative des Bildungsministeriums Bildungsungleichheit ab und bringt für alle mehr Bildungschancen. Inzwischen im dritten Jahr hilft dieses breit angelegte Programm von Bund und Ländern über einer Million Schülerinnen und Schülern, unabhängig vom sozialen Hintergrund besser zu werden, etwa durch zusätzliche Leseförderung, Unterstützung von Elternarbeit oder auch Schulpsychologen. Das stärkt das Bildungssystem insgesamt und auch später berufliche Möglichkeiten. Über die Laufzeit von zehn Jahren investieren wir insgesamt 20 Milliarden in ein besseres Lernumfeld, mithilfe von Chancenbudgets auf kommunaler und schulischer Ebene, durch Schul- und Unterrichtsentwicklung, multiprofessionelle Teams und andere Maßnahmen. Wir verbessern Chancen gleich von Anfang an, mit großer Wirkung für das weitere Leben."

Hintergrund

Mit der Verabschiedung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sicherzustellen. Die UNESCO koordiniert die Umsetzung dieses Ziels, evaluiert die Fortschritte und veröffentlicht jährlich den Weltbildungsbericht. Die Deutsche UNESCO-Kommission gibt eine deutschsprachige Kurzfassung des Berichts heraus. 

Die UNESCO machte deutlich, dass die Welt in Sachen Bildungsgerechtigkeit vor großen Herausforderungen steht. Trotz erheblicher Erfolge in den vergangenen Jahrzehnten gingen weltweit 273 Millionen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule. Die Fortschritte hatten sich zuletzt sogar verlangsamt. Zugleich zeigte der Bericht, dass langfristige Investitionen, inklusive Bildungspolitik und die gezielte Unterstützung benachteiligter Gruppen den Zugang zu Bildung und den Bildungserfolg insgesamt verbessern können. Chancengerechtigkeit sollte nach Einschätzung der UNESCO daher das Leitprinzip der Bildungspolitik sein.