Jugendliche wollen ihre digitale Lebenswelt mitgestalten und bei Entscheidungen, die sie unmittelbar betreffen, gehört werden. Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) setzt ihren gesetzlichen Auftrag, Kinder und Jugendliche wirksam vor Risiken in digitalen Medien zu schützen und zugleich ihre Teilhabe zu stärken, mit einem neuen Beteiligungsnetzwerk um. Mit BzKJ JugendDigital entsteht ein Beteiligungsnetzwerk, das Jugendlichen Möglichkeiten eröffnet, ihre Erfahrungen, Interessen und Ideen zu digitalen Themen einzubringen. Die BzKJ reist vom 24. September bis zum 2. Oktober durch fünf Bundesländer und sucht den direkten Austausch mit Jugendlichen vor Ort. An jedem Standort können rund 25 Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren teilnehmen. Interessierte Jugendliche können sich noch für die einzelnen Veranstaltungen anmelden. Für schulpflichtige Jugendliche kann ein Antrag auf Schulbefreiung ausgestellt werden.
Bei den Veranstaltungen diskutieren die Jugendlichen über ihre digitale Lebenswelt und bringen ihre Perspektiven in die Arbeit der BzKJ mit ein. Isabell Rausch-Jarolimek, Referatsleiterin Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes bei der BzKJ, erklärt:
„Niedrigschwellige Jugendbeteiligung funktioniert dann besonders gut, wenn wir den Weg zu den Jugendlichen gehen. Mit unserer Roadshow wollen wir zuhören, diskutieren und gemeinsam Ideen entwickeln. Denn wer Jugendmedienschutz gestalten will, muss die Perspektiven junger Menschen kennen und ernst nehmen.“
Auch bei der Gestaltung der Roadshow selbst sind Jugendliche beteiligt: Jugendliche Mitglieder des BzKJ-Beirats haben das Format mit vorbereitet und begleiten die Veranstaltungen vor Ort. Die Ergebnisse der Veranstaltungen fließen in die weitere Arbeit der BzKJ und in kommende Beteiligungsformate ein.
Fünf Stationen in fünf Bundesländern – Anmeldung noch möglich
- Bremen – 24. September 2026
- Magdeburg – 25. September 2026
- Köln – 28. September 2026
- Frankfurt (Oder) – 30. September 2026
- München – 2. Oktober 2026
Mit BzKJ JugendDigital baut die BzKJ Jugendbeteiligung dauerhaft und niedrigschwellig aus und schafft verbindliche Möglichkeiten für junge Menschen, ihre Perspektiven, Erfahrungen und Ideen in die Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes einzubringen. Kindern und Jugendlichen wird damit eine starke Stimme gegeben, mit der sie sich aktiv an verschiedenen Formaten beteiligen können.
Weitere Informationen zu BzKJ JugendDigital
Über die BzKJ
Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) setzt sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen ein gutes Aufwachsen mit Medien zu ermöglichen. Dabei handelt sie im Auftrag des Jugendschutzgesetzes (JuSchG). Zu ihren Aufgaben gehören die Indizierung von jugendgefährdenden Medien, die kontinuierliche Förderung der Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes sowie die Vernetzung aller im Kinder- und Jugendmedienschutz wichtigen Akteurinnen und Akteure. Zudem bietet sie Eltern, Fachkräften, Kindern und Jugendlichen Orientierung für eine möglichst sichere Mediennutzung. Die bei der BzKJ eingerichtete und unabhängige „Stelle zur Durchsetzung von Kinderrechten in digitalen Diensten“ (KidD) überwacht die Einhaltung struktureller Vorsorgemaßnahmen (z. B. sichere Voreinstellungen, Melde- und Abhilfeverfahren etc.) von Online-Plattformen mit Sitz in Deutschland nach dem europäischen Digital Services Act (DSA).