Roadshow

BzKJ JugendDigital: Rund 60 Jugendliche bringen ihre Perspektiven ein

In den einzelnen Workshops diskutierten die Teilnehmenden Themen wie Künstliche Intelligenz, Deepfakes, Fake News, Cybermobbing, Hate Speech und Cybergrooming. Auch überzeichnete Geschlechterrollen und der Umgang mit Frauen im digitalen Raum waren Thema. Für neue Beteiligungsformate brachten die Jugendlichen kreative Vorschläge ein, wie Online-Videos und Streams, den Austausch auf Messen und Veranstaltungen, wo junge Menschen sind, und weitere Dialogformate. Wichtig war den Jugendlichen vor allem auch, durch ihre Beteiligung viel über die Chancen und Risiken der thematisierten Medienphänomene zu lernen, ihre praktischen Erfahrungen einzubringen und darauf aufbauend eine fundierte Meinung zu entwickeln und zu äußern.

Die BzKJ wertet die Ergebnisse aktuell aus und wird diese in die weitere Gestaltung von BzKJ JugendDigital und die Arbeit der BzKJ einfließen lassen. Ziel ist es, jungen Menschen niedrigschwellige, interessensbezogene und nachhaltige Möglichkeiten zu eröffnen, ihre Perspektive in die Gestaltung des Kinder- und Jugendmedienschutzes auf Bundesebene aktiv einzubringen und so Einfluss zu nehmen. Dies ist mit der Roadshow direkt gelungen: So konnten Jugendliche an der Fachtagung der ZUKUNFTSWERKSTATT zum Thema „dritte Orte“ teilnehmen und ihre Erfahrungen einbringen. 

Die BzKJ gestaltet den Kinder- und Jugendmedienschutz unter Berücksichtigung der Kinderrechte auf Teilhabe, Schutz und Befähigung gleichermaßen. Junge Menschen sollen deshalb nicht nur eine Stimme erhalten, sondern auch aktiv in die Arbeit der Behörde einbezogen werden. 

Unterstützt wurde die Roadshow durch das ServiceBureau Jugendinformation, fjp>media, den Kölner Jugendring, das jfc Medienzentrum, die Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e. V. sowie das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.

Weitere Informationen zum Jugendnetzwerk und zur Roadshow finden Interessierte hier: https://www.bzkj.de/bzkj/beirat/bzkj-jugenddigital 

Über die BzKJ

Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) setzt sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen ein gutes Aufwachsen mit Medien zu ermöglichen. Dabei handelt sie im Auftrag des Jugendschutzgesetzes (JuSchG). Zu ihren Aufgaben gehören die Indizierung von jugendgefährdenden Medien, die kontinuierliche Förderung der Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes sowie die Vernetzung aller im Kinder- und Jugendmedienschutz wichtigen Akteurinnen und Akteure. Zudem bietet sie Eltern, Fachkräften, Kindern und Jugendlichen Orientierung für eine möglichst sichere Mediennutzung. Die bei der BzKJ eingerichtete und unabhängige „Stelle zur Durchsetzung von Kinderrechten in digitalen Diensten“ (KidD) überwacht die Einhaltung struktureller Vorsorgemaßnahmen (z. B. sichere Voreinstellungen, Melde- und Abhilfeverfahren etc.) von Online-Plattformen mit Sitz in Deutschland nach dem europäischen Digital Services Act (DSA).