Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit stehen praxisnahe, niedrigschwellige und zielgruppengerechte Angebote, die Eltern, pädagogische Fachkräfte sowie Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, digitale Risiken zu erkennen und kompetent mit Medien umzugehen. Hierzu entwickeln BzKJ und klicksafe gemeinsam Materialien, Formate und Kampagnen zu aktuellen Herausforderungen des Kinder- und Jugendmedienschutzes. Geplant sind unter anderem Informationsreihen zu aktuellen Medienphänomenen, Unterrichts- und Bildungsmaterialien, digitale Schulstunden sowie Maßnahmen zur Jugendbeteiligung.
Isabell Rausch-Jarolimek, Referatsleiterin Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes bei der BzKJ, erklärt:
„Kinder und Jugendliche wachsen heute selbstverständlich in digitalen Lebenswelten auf. Umso wichtiger ist es, Eltern und Fachkräfte mit verlässlicher Orientierung zu unterstützen und junge Menschen selbst zu stärken. Mit klicksafe verbindet uns das gemeinsame Ziel, Kinder- und Jugendmedienschutz verständlich, praxisnah und wirksam umzusetzen. Ich freue mich, dass wir unsere bisherige Zusammenarbeit jetzt verstetigen. “
Die Kooperation knüpft an die jeweilige Expertise beider Partnerinnen an: Während die BzKJ ihre Erkenntnisse aus der bei ihr angesiedelten Prüfstelle für jugendgefährdende Medien sowie der ZUKUNFTSWERKSTATT einbringt, verfügt klicksafe über langjährige Erfahrung in der Aufklärung und Medienbildung im digitalen Raum.
Deborah Woldemichael, Leiterin der EU-Initiative klicksafe bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, fügt hinzu:
„Die Verstetigung unserer Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt, um die Medienbildung und den präventiven Jugendmedienschutz nachhaltig zu stärken. Ich freue mich, dass neben der EU und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz nun auch die BzKJ eine tragende Säule der bundesweiten Medienkompetenz-Initiative klicksafe ist. Durch die engere Verzahnung werden wir gemeinsam junge Menschen, Erziehende und pädagogische Fachkräfte mit fundierten und umfassenden Aufklärungs- und Medienbildungsangeboten begleiten.“
Die Öffentlichkeit wird regelmäßig über Ergebnisse und Schwerpunkte der Zusammenarbeit informiert. Gemeinsame Aktivitäten sind unter anderem im Rahmen bundesweiter Aktionen wie dem Safer Internet Day geplant. Mit der Kooperation, die auf drei Jahre angelegt ist, setzen BzKJ und klicksafe ein klares Zeichen für einen starken, zeitgemäßen und vernetzen Kinder- und Jugendmedienschutz in digitalen Medienwelten.
Über die BzKJ
Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) setzt sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen ein gutes Aufwachsen mit Medien zu ermöglichen. Dabei handelt sie im Auftrag des Jugendschutzgesetzes (JuSchG). Zu ihren Aufgaben gehören die Indizierung von jugendgefährdenden Medien, die kontinuierliche Förderung der Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes sowie die Vernetzung aller im Kinder- und Jugendmedienschutz wichtigen Akteurinnen und Akteure. Zudem bietet sie Eltern, Fachkräften, Kindern und Jugendlichen Orientierung für eine möglichst sichere Mediennutzung. Die bei der BzKJ eingerichtete und unabhängige „Stelle zur Durchsetzung von Kinderrechten in digitalen Diensten“ (KidD) überwacht die Einhaltung struktureller Vorsorgemaßnahmen (z. B. sichere Voreinstellungen, Melde- und Abhilfeverfahren etc.) von Online-Plattformen mit Sitz in Deutschland nach dem europäischen Digital Services Act (DSA).
Über klicksafe
klicksafe ist das deutsche Awareness Centre im Digital Europe Programme (DIGITAL) der Europäischen Union und wird von der Medienanstalt Rheinland-Pfalz sowie in Kooperation mit der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) umgesetzt. Mit vielfältigen Angeboten unterstützt klicksafe beim souveränen und kritischen Umgang mit digitalen Medien. Auf klicksafe.de finden pädagogische Fachkräfte, Eltern und interessierte Nutzer*innen aktuelle Informationen und Materialien.
klicksafe ist politisch und wirtschaftlich unabhängig und koordinierendes Mitglied im Verbund „Safer Internet DE“. Diesem gehören neben klicksafe als Awareness Centre, die Hotlines internet-beschwerdestelle.de (von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie die Helpline Nummer gegen Kummer an.