Studie zur Mediennutzung

BzKJ zur DAK-Studie: Junge Menschen brauchen Orientierung im Umgang mit KI-Chatbots

Unter dem Titel „Falsche Freunde?! Zwischen Fortnite, TikTok und ChatGPT: Wie neue Trends Mediensucht verstärken“ haben die DAK-Gesundheit und das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) am 24. März eine Längsschnittstudie veröffentlicht. Sie beleuchtet den Medienkonsum junger Menschen und gibt Aufschluss über das aktuelle Nutzungsverhalten von jungen Menschen in Bezug auf Gaming, Social Media und Streaming sowie in diesem Jahr erstmalig auch zu ihrem Verhältnis zu KI-Chatbots. Eine Erkenntnis: KI-Chatbots spielen für einen Teil der Kinder und Jugendlichen eine Rolle im Umgang mit mentalen Belastungen. Jugendliche nutzen KI-Anwendungen auch bei Einsamkeit – besonders hoch liegt der Anteil bei Jugendlichen mit depressiver Symptomatik (über 30 Prozent). 

Auch die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) hat das Thema im Blick:  

„Für viele Kinder fühlt sich die Beziehung zum KI-Chatbot längst wie echte Freundschaft an. Gerade deshalb dürfen wir sie damit nicht alleinlassen: Sie brauchen Orientierung, um zu verstehen, was hinter diesen Systemen steckt und warum echte Beziehungen unersetzlich bleiben. Unser Auftrag ist es, sie zu schützen und zu stärken: durch klare Regeln, wirksame Aufsicht und Angebote für eine kompetente und verantwortungsvolle Nutzung," 

so Sebastian Gutknecht, Direktor der BzKJ. 

Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz setzt sich für ein gutes und sicheres Aufwachsen mit Medien ein. In verschiedenen Formaten beleuchtet sie auch das Thema generative KI-Chatbots. So hat die Fachzeitschrift BzKJAKTUELL 1/2026  in ihrer aktuellen Ausgabe den Schwerpunkt auf parasoziale Beziehungen mit KI-Chatbots gelegt. In den Beiträgen werden die Beziehungsbildung, die Chancen und Risiken in Fragen der mentalen Gesundheit sowie die medienpädagogische Perspektive abgebildet.

Zudem sind anlässlich des Safer Internet Days 2026 mit dem Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung.“ neue Informations- und Bildungsangebote zum Umgang mit generativen KI-Chatbots entstanden. Die klicksafe-Materialien sind unter Beteiligung der BzKJ entstanden und richten sich an Jugendliche, Eltern sowie pädagogische Fachkräfte.

Über die BzKJ

Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) setzt sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen ein gutes Aufwachsen mit Medien zu ermöglichen. Dabei handelt sie im Auftrag des Jugendschutzgesetzes (JuSchG). Zu ihren Aufgaben gehören die Indizierung von jugendgefährdenden Medien, die kontinuierliche Förderung der Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes sowie die Vernetzung aller im Kinder- und Jugendmedienschutz wichtigen Akteurinnen und Akteure. Zudem bietet sie Eltern, Fachkräften, Kindern und Jugendlichen Orientierung für eine möglichst sichere Mediennutzung. Die bei der BzKJ eingerichtete und unabhängige „Stelle zur Durchsetzung von Kinderrechten in digitalen Diensten“ (KidD) überwacht die Einhaltung struktureller Vorsorgemaßnahmen (z. B. sichere Voreinstellungen, Melde- und Abhilfeverfahren etc.) von Online-Plattformen mit Sitz in Deutschland nach dem europäischen Digital Services Act (DSA).