Fachveranstaltung

KidD-Tagung: Künstliche Intelligenz zwischen Chancen und Risiken

Unter dem Titel „Künstliche Intelligenz – Chancen und Herausforderungen auf Online-Plattformen“ hat die KidD am 13. Januar 2026 gemeinsam mit der zivilgesellschaftlichen Organisation Reset Tech Expertinnen und Experten aus Forschung, Praxis und Regulierung in Bonn zusammengebracht. Ziel der Veranstaltung war es, aktuelle Entwicklungen im Einsatz von KI auf sehr großen Online-Plattformen einzuordnen und zentrale Fragen der altersgerechten Gestaltung zu diskutieren.

Im Fokus standen unter anderem die Anforderungen des europäischen Digital Services Act (DSA) und die Rolle der Leitlinien nach Artikel 28 Absatz 4 DSA. Fachliche Impulse beleuchteten, wie KI sowohl bestehende Risiken für Minderjährige verstärken kann – etwa durch Empfehlungssysteme oder automatisierte Interaktionen – als auch zum Erforschen, Erkennen und Mindern digitaler Gefahren eingesetzt wird. Ergänzend diskutierten die Teilnehmenden in Workshops Chancen und Risiken von KI im Kontext der Leitlinien und tauschten sich zu praxisnahen Umsetzungsfragen aus.


„Die Veranstaltung hat gezeigt, wie zentral Künstliche Intelligenz bereits heute für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum ist. KI kann Risiken verschärfen, sie bietet aber auch wichtige Ansätze, um Gefährdungen früher zu erkennen und wirksamer zu begrenzen. Entscheidend ist, dass Plattformen KI verantwortungsvoll, transparent und konsequent an den Rechten von jungen Menschen ausrichten“,

so Michael Terhörst, Leiter der KidD. 

Die KidD unterstrich mit der Veranstaltung ihren Auftrag, die Durchsetzung von Kinderrechten in digitalen Diensten zu stärken und den fachlichen Austausch zwischen Aufsicht, Wissenschaft und Zivilgesellschaft weiter voranzubringen.

Über die BzKJ

Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) setzt sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen ein gutes Aufwachsen mit Medien zu ermöglichen. Dabei handelt sie im Auftrag des Jugendschutzgesetzes (JuSchG). Zu ihren Aufgaben gehören die Indizierung von jugendgefährdenden Medien, die kontinuierliche Förderung der Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes sowie die Vernetzung aller im Kinder- und Jugendmedienschutz wichtigen Akteurinnen und Akteure. Zudem bietet sie Eltern, Fachkräften, Kindern und Jugendlichen Orientierung für eine möglichst sichere Mediennutzung. Die bei der BzKJ eingerichtete und unabhängige „Stelle zur Durchsetzung von Kinderrechten in digitalen Diensten“ (KidD) überwacht die Einhaltung struktureller Vorsorgemaßnahmen (z. B. sichere Voreinstellungen, Melde- und Abhilfeverfahren etc.) von Online-Plattformen mit Sitz in Deutschland nach dem europäischen Digital Services Act (DSA).